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Bestand: 7

 

 

Porträt l Biografie

 

 

 

 

 

Werner Stötzer
Artist, 1963, Bronze, WVZ-Nr. 031, 36 x 11 x 6 cm

 
Werner Stötzer
Große Stürzende, 1970, Bronze, WVZ-Nr. 094, 60 x 11 x 10 cm

 
Werner Stötzer
Kleine Sitzende, um 1970, Bronze, WVZ-Nr. 092, 30 x 13 x 15 cm

 
Werner Stötzer
Mutter mit Kind, 1986/87, Steinguss, WVZ-Nr. 209, 80 x 32 x 19 cm

 
Werner Stötzer
Spanischer Torso, o. J., Bronze, WVZ-Nr. 422, 16 x 11 x 7 cm

 
Werner Stötzer
Werra I, 1971, Bronze, WVZ-Nr. 105, 8,5 x 32,5 x 11 cm

 
Werner Stötzer
Zigeuner von Marzahn II, 1980/81, Bronze, WVZ-Nr. 172, 43 x 25,5 x 11,5 cm

 

 

 

 

     

Werner Stötzer, Bildhauersymposium Krugberg/Seelow, 1992
Foto: Horst Wiese

Biografie

Werner Stötzer wurde am 2. April 1931 in Sonneberg geboren.
Er wuchs in Steinach auf und nach einer Ausbildung zum Keramikmodelleur an der Fachschule für angewandte Kunst in Sonneberg studierte er von 1949 bis 1951 an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar bei Heinrich Domke, Hans van Breek und Siegfried Tschiersky. Aufgrund der Neuausrichtung der Hochschule setzte er sein Studium von 1951 bis 1953 in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste bei Eugen Hoffmann und Walter Arnold fort. Von 1954 bis 1958 war er Meisterschüler bei Gustav Seitz an der Akademie der Künste in Berlin. Zu den Meisterschülern dieser Zeit gehörten u. a. Manfred Böttcher und Harald Metzkes, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verband, aber auch der Maler Ernst Schroeder. Beeinflusst wurde er auch von dem Bildhauer Waldemar Grzimek und durch das Theater von Bert Brecht und Helene Weigel. Nach dem Ende der Meisterschülerzeit war Stötzer als freischaffender Künstler tätig.
1974 arbeitete er an der Umsetzung des Films »Der nackte Mann auf dem Sportplatz« von Konrad Wolf mit, der in seiner Heimatstadt Steinach und in Steinheid gedreht wurde. Er übernahm darin auch selbst eine kleine Nebenrolle als Bürgermeister.
Werner Stötzer war auch lehrend tätig, von 1975 bis 1978 als Gastdozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1987 bis 1990 hatte er eine Professur mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Akademie der Künste der DDR inne. Ab 1978 war er ordentliches Mitglied und von 1990 bis 1993 Vizepräsident der Akademie der Künste.
Dort wurde er selbst zum Mentor zahlreicher Künstler. Zu seinen Meisterschülern an der Akademie der Künste gehörten u. a. die Bildhauer Horst Engelhardt, Berndt Wilde und Joachim Böttcher, von 1989 bis 1992 der Maler und Bühnenbildner Mark Lammert.
Studienreisen führten ihn unter anderem in die Tschechoslowakei (1955), die Sowjetunion (1958), nach China (1957), Ungarn, Österreich (1957), Polen und in die Schweiz.
1980 verlegte er seinen Wohnsitz und sein Atelier von Berlin nach Altlangsow am Rande des Oderbruchs, in ein ehemaliges Pfarrhaus. Führend war er daran beteiligt, in dem benachbarten Beet- und Schulhaus regelmäßige Ausstellungen bildender Kunst zu organisieren.
Am 22. Juli 2010 ist Werner Stötzer in Altlangsow verstorben. Sein Grab ist auf dem Friedhof in Altlangsow.

Preise und Auszeichnungen:
1962 Will-Lammert-Preis der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost, 1975 Käthe-Kollwitz-Preis der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost), 1977 und 1986 Nationalpreis der DDR, 1994 Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei, 2008 Preis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für das Lebenswerk, 2009 Ehrenbürgerwürde der Stadt Seelow

Ausstellungen:
1960 Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie und Paris, 1963 Magdeburg, Kulturhistorisches Museum (zusammen mit Gerhard Kettner), 1964 Altenburg, Greifswald, Stralsund, Erfurt, 1965 Wien, Galerie »ZB« (zusammen mit Gerhard Kettner), 1970 Potsdam, 1972 Leipzig und Dresden, 1979 Rostock, Galerie am Boulevard, 1982 Ravensburg, 1986 Bremen, Gerhard-Marcks-Haus, 1995 Zürich, World Trade Center, 1996 Lago Maggiore, Vira - Gambarogno Tessin Schweiz, 1998 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 1999 Duisburg, Wilhelm Lehmbruck Museum, 2000 Düsseldorf, Galerie Beethovenstraße, 2001 Berlin, Galerie Leo Coppi, 2002 Berlin, galerie+edition refugium, 2003 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 2004 Bremen, »Sich dem Stein stellen«, Gerhard-Marcks-Haus, 2005 Dresden, Galerie Beyer, 2005 Leipzig, Galerie Schwind, 2006 Berlin, Akademie der Künste (Berlin), »Märkische Steine«, 2006 Dresden, Leonhardi-Museum, »Wegzeichen«, 2006 Berlin, Galerie LEO.COPPI, 2009 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 2013 Hamburg, Open-Air-Schau Figur als Widerstand am Jungfernstieg (zusammen mit Alfred Hrdlicka und Bernd Stöcker, 2011 Georg-Kolbe-Museum Berlin.

Seit 1956 war Werner Stötzer an 120 Ausstellungen beteiligt und hatte 80 Einzelausstellungen.

Archivseite: Ausstellung im showroom

   

 

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