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Medienecho

 

Letzte Ausstellung im Entrée des showrooms
im stilwerk Berlin

29. Mai bis (verlängert) 8. August 2020

WERNER STÖTZER
(1931 - 2010)
Skulpturen · Plastiken · Zeichnungen
Begrüßung von Dr. Wilfried Karger als PDF
Laudatio von Dr. Fritz Jacobi als PDF

Aus gegebenem Anlass ist uns eine Vernissage leider nicht gestattet, da wir die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregelung nicht garantieren können, aber vielleicht ist dies in unser aller Interesse auch besser so? Trotzdem ist es gut, im 10. Jahr des Todes von Werner Stötzer an sein bedeutendes Werk zu erinnern, auch wenn im Entrée nur ein kleiner Ausschnitt Platz finden wird.

geöffnet Di – Fr 14 – 19, Sa 10 – 19 Uhr
bei freiem Eintritt

PDF der Einladung

 

Information Werkabbildungen  Biografie   Bilder der Ausstellung

Virtuelle Eröffnung – alle Videos auch im YouTube-Kanal

 

Intro: Zugang zum Entrée mit dem Ausstellungsplakat

 

Begrüßung: Galerist und Kunsthändler Dr. Wilfried Karger begrüßt zur Eröffnung seiner letzten Ausstellung im stilwerk Berlin mit Werken des Bildhauers Werner Stötzer
Begrüßung als PDF

 

Laudatio: Dr. Fritz Jacobi, Kunsthistoriker, Kustos der Neuen Nationalgalerie Berlin a. D.
Laudatio als PDF

 

Dank an Sylvia Hagen den Laudator Dr. Fritz Jacobi.

 

Rundgang: Film von Peter Graetz (Kamera) und Axel Funk (Schnitt)

 

 

Am 22. Juli 2020 jährt sich der Todestage von Werner Stötzer zum 10. Mal - ein triftiger Grund sich des Werkes eines der großen Bildhauer Deutschlands in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu erinnern.

Der Kunsthandel Dr. Wilfried Karger im stilwerk Berlin gedenkt ihm mit einer kleinen Ausstellung im Entrée des Showrooms vom 29. Mai bis zum 25. Juli 2020.
Die Eröffnung konnte leider nur virtuell durchgeführt werden, Videos siehe oben.

Es besteht die Hoffnung, zum Ende der Ausstellung eine Finissage veranstalten zu können, die auch zugleich den Schlusspunkt unter eine zehnjährige Präsenz des Kunsthandels Dr. Wilfried Karger mit figurativer Skulptur im stilwerk Berlin setzen wird.
Eine einmalige Präsentation der besten Traditionen figurativer Skulptur der Nachkriegszeit findet damit ihr Ende.
Im Umfeld des 10. Todestages von Werner Stötzer und in seiner Ausstellung im stilwerk Berlin soll das Werkverzeichnis seiner Plastiken abgeschlossen und vorgestellt werden. Erarbeitet wurde dieses durch Astrid Volpert und Inge Zimmermann unter Mitarbeit von Bab Kirkmann, finanziert wurde es durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, durch die Staatskanzlei, durch die Stiftung Kulturwerk der Verwertungsgesellschaft Bildkunst und durch Sylvia Hagen.

»Werner Stötzer gelingt es, das Figurative aus seiner naturnahen Gegebenheit ein Stück weit zu lösen und in eine Form der Entsprechung umzusetzen, was soviel bedeutet, wie den Körper in seinen typischen Merkmalen erkennbar zu belassen, ihm aber gleichzeitig Wertigkeiten zuzuordnen, die als eine Art Schwingungsfeld die Realität gewissermaßen aufbereiten, relativieren, in weiterreichende Bezüge einbinden. Stötzer verändert, überlängt, staucht, ballt und rhythmisiert das Körpergebilde, um akzentuierend sinnlich evozierte Deutungen vorzunehmen, Impulse zu setzen und Kraftströme einfließen zu lassen. Körper und Raum verschränken sich miteinander zu komplexen Gestaltgefügen, die sowohl Verfremdung als auch Anziehung bewirken - auratisch verdichtet in einer sinnbildhaften, kubisch ausgerichteten Statuarik.« (Fritz Jacobi)

Diese, seine eigene Formqualität fand er insbesondere in der Auseinandersetzung mit dem Stein.
»Ich lobe den Stein«, bekannte Stötzer 1973, »er setzt Grenzen. Er ist uralt und seine Härte zwingt, sich normal zu benehmen. […] Der Stein führt auf das Wesentliche.«

In dieser Haltung prägte Werner Stötzer mehrere Generationen von Bildhauern, sowohl als Gastdozent und Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee als auch in seinen Meisterklassen an der Akademie der Künste der DDR in Berlin, dessen Mitglied er seit 1978 war.

Gezeigt werden in der Ausstellung acht Skulpturen aus Stein, eine aus Holz, ein Steinguss, ein Gips, der bisher noch nicht gegossen wurde, acht Bronzegüsse, ein Eisenguss und 16 Zeichnungen aus dem Nachlass, eine kleine Ausstellung eines großen Bildhauers, ein guter Schlusspunkt unter eine zehnjährige Präsenz figurativer Skulptur im stilwerk Berlin.

 

Für größere Darstellung/Detailinfos auf die Abbildungen klicken.

 

 

 o.: Große Stürzende, 1970 / Kleine Stele, o. J.
 r. o.: Sitzender Akt, aufgestützt, o. J.
 r. u.: Liegender weiblicher Akt, 1985

 

Das Schiff, 2006 - 2008  /  Torso, o. J.  /  Sylvi, 90er Jahre

Spanischer Torso, o. J.  /  Woge, um 2000  /  Guernica, für Paul Eluard, o. J.

Kleine Sitzende, um 1970 / Zigeuner von Marzahn II, 1980/81 / Artist, 1963 / Mutter mit Kind, 1986/87

 

nicht benannte Kreide-,
Kohle- und Tuschzeichnun-
gen – Detailangaben und Datierung siehe in der größeren Darstellung

Werkfotos und -repros:
Hermann Büchner

 

 

Blick in die Ausstellung, für größere Darstellung auf die Bilder klicken
Fotos: Dietrich Graf

     

 

 

 

Werner Stötzer, Bildhauersymposium Krugberg/Seelow, 1992 · Foto: Horst Wiese

 

Biografie
 
Werner Stötzer wurde am 2. April 1931 in Sonneberg geboren.
Er wuchs in Steinach auf und nach einer Ausbildung zum Keramikmodelleur an der Fachschule für angewandte Kunst in Sonneberg studierte er von 1949 bis 1951 an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar bei Heinrich Domke, Hans van Breek und Siegfried Tschiersky. Aufgrund der Neuausrichtung der Hochschule setzte er sein Studium von 1951 bis 1953 in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste bei Eugen Hoffmann und Walter Arnold fort. Von 1954 bis 1958 war er Meisterschüler bei Gustav Seitz an der Akademie der Künste in Berlin. Zu den Meisterschülern dieser Zeit gehörten u. a. Manfred Böttcher und Harald Metzkes, mit denen ihn eine lebenslange Freundschaft verband, aber auch der Maler Ernst Schroeder. Beeinflusst wurde er auch von dem Bildhauer Waldemar Grzimek und durch das Theater von Bert Brecht und Helene Weigel. Nach dem Ende der Meisterschülerzeit war Stötzer als freischaffender Künstler tätig.
1974 arbeitete er an der Umsetzung des Films »Der nackte Mann auf dem Sportplatz« von Konrad Wolf mit, der in seiner Heimatstadt Steinach und in Steinheid gedreht wurde. Er übernahm darin auch selbst eine kleine Nebenrolle als Bürgermeister.
Werner Stötzer war auch lehrend tätig, von 1975 bis 1978 als Gastdozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Von 1987 bis 1990 hatte er eine Professur mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Akademie der Künste der DDR inne. Ab 1978 war er ordentliches Mitglied und von 1990 bis 1993 Vizepräsident der Akademie der Künste.
Dort wurde er selbst zum Mentor zahlreicher Künstler. Zu seinen Meisterschülern an der Akademie der Künste gehörten u. a. die Bildhauer Horst Engelhardt, Berndt Wilde und Joachim Böttcher, von 1989 bis 1992 der Maler und Bühnenbildner Mark Lammert.
Studienreisen führten ihn unter anderem in die Tschechoslowakei (1955), die Sowjetunion (1958), nach China (1957), Ungarn, Österreich (1957), Polen und in die Schweiz.
1980 verlegte er seinen Wohnsitz und sein Atelier von Berlin nach Altlangsow am Rande des Oderbruchs, in ein ehemaliges Pfarrhaus. Führend war er daran beteiligt, in dem benachbarten Beet- und Schulhaus regelmäßige Ausstellungen bildender Kunst zu organisieren.
Am 22. Juli 2010 ist Werner Stötzer in Altlangsow verstorben. Sein Grab ist auf dem Friedhof in Altlangsow.

Preise und Auszeichnungen:
1962 Will-Lammert-Preis der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost, 1975 Käthe-Kollwitz-Preis der Deutschen Akademie der Künste in Berlin (Ost), 1977 und 1986 Nationalpreis der DDR, 1994 Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei, 2008 Preis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für das Lebenswerk, 2009 Ehrenbürgerwürde der Stadt Seelow

Ausstellungen:
1960 Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie und Paris, 1963 Magdeburg, Kulturhistorisches Museum (zusammen mit Gerhard Kettner), 1964 Altenburg, Greifswald, Stralsund, Erfurt, 1965 Wien, Galerie »ZB« (zusammen mit Gerhard Kettner), 1970 Potsdam, 1972 Leipzig und Dresden, 1979 Rostock, Galerie am Boulevard, 1982 Ravensburg, 1986 Bremen, Gerhard-Marcks-Haus, 1995 Zürich, World Trade Center, 1996 Lago Maggiore, Vira - Gambarogno Tessin Schweiz, 1998 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 1999 Duisburg, Wilhelm Lehmbruck Museum, 2000 Düsseldorf, Galerie Beethovenstraße, 2001 Berlin, Galerie Leo Coppi, 2002 Berlin, galerie+edition refugium, 2003 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 2004 Bremen, »Sich dem Stein stellen«, Gerhard-Marcks-Haus, 2005 Dresden, Galerie Beyer, 2005 Leipzig, Galerie Schwind, 2006 Berlin, Akademie der Künste (Berlin), »Märkische Steine«, 2006 Dresden, Leonhardi-Museum, »Wegzeichen«, 2006 Berlin, Galerie LEO.COPPI, 2009 Frankfurt am Main, Galerie Schwind, 2013 Hamburg, Open-Air-Schau Figur als Widerstand am Jungfernstieg (zusammen mit Alfred Hrdlicka und Bernd Stöcker, 2011 Georg-Kolbe-Museum Berlin.

Seit 1956 war Werner Stötzer an 120 Ausstellungen beteiligt und hatte 80 Einzelausstellungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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